Parampara

Parampara ist ein Wort aus dem Sanskrit und steht in einer langen indischen Tradition. Es bedeutet soviel wie: eine ununterbrochene Reihe oder auch Traditionslinie, in der das Wissen von Generation zu Generation weitergegeben wird. Der lebendigen Tradition des Ashtanga Yoga geht folgende Traditionslinie voraus:

Ramamohana Brahmachari war ein Yogalehrer und Rishi der in einer Höhle im Himalaya nahe Manasa Sarovar, Tibet Anfang des letzten Jahrhunderts lebte. Die Legende besagt, dass er seinen Schülern (darunter auch Tirumalai Krishnamacharya aus Mysore) mehr als 700 āsana lehrte, obwohl er 7000 beherrschte. Tirumalai Krishnamacharya (1888-1989) lebte sieben Jahre lang in seiner Höhle, um die verschiedenen Aspekte des Yoga zu studieren. Hier erlernte er auch den „Pulsstopp“.

Tirumalai Krishnamacharya (1888 – 1989) war ein direkter Schüler von Ramamohana Brahmachari und einer der einflussreichsten Yogalehrer des 20. Jahrhunderts. Ihm wird bis heute die Wiederbelebung des Hatha Yoga zugeschrieben, aber vor allem die intensive und therapeutisch ausgerichtet Hingabe zum Yoga. Sri T. Krishnamacharya, der bereits Abschlüsse in allen sechs darśana hatte, übersetzte und studierte die, für das Ashtanga Yoga-System unabdingbare, Yoga Korunta und lehrte diese unter anderem, seinem beständigen Schüler Sri K. Pattabhi Jois.

Sri K. Pattabhi Jois (1915-2009), der von seinen Schülern liebevoll nur "Guruji" genannt wurde und zu seinem enormen Wissen über Yoga, noch ein Sanskrit- und Philosophiegelehrter war, begründete auf der Grundlage der Lehren von Sri T. Krishnamacharya, das bis heute bekannte Ashtanga Yoga Übungssystem. Sri K. Pattabhi Jois lehrte das Übungssystem des Ashtanga Yoga hingebungsvoll bis zu seinem Tod am 18. Mai 2009 im Alter von 93 Jahren in Gokulam/Mysore. Das von ihm 1948 gegründete Ashtanga Yoga Research Institute in Gokulam Mysore, Indien, wird heute noch durch seine Tochter Saraswathi Jois sowie seiner Enkelin Sharmila Mahesh und seinem Enkel Sharath Jois, weitergeführt und geleitet.

R. Saraswathi Jois (1941-), war eine der ersten Frauen, die an der Sanskrit-Universität sowohl in der Lehre des Sanskrit als auch in Yoga von ihrem Vater unterrichtet wurde. Viele Jahre assistierte Saraswathi ihrem Vater beim Unterricht, bis sie im Jahr 1975 begann ihre eigenen Klassen zu unterrichten. Im Jahr 1984 baute sie ihr eigenes Haus in Gokulam, Mysore und unterrichtet in ihren eigenen "vier Wänden". 1986 startete sie dann eine kleine Yoga-Revolution in Mysore, indem sie als erste Frau, Männer und Frauen zusammen unterrichtete. Als Guruji 2002 seine Yoga Shala von Lakshmipuram nach Gokulam verlegte, begann Saraswathi wieder zusammen mit ihrem Vater zu unterrichten und half ihm jeden morgen 2,5 Stunden, um danach im Anschluss ihre eigenen Schüler zu unterrichten. Bis heute ist es ihr größtes Anliegen die Tradition des Ashtanga Yoga nach der Lehre ihres Vaters zu bewahren und weltweit zu verbreiten, damit möglichst viele Menschen davon profitieren können.

Christian Grahl & Stefanie Schiele-Grahl sind beständige, langjährige und treue Schüler ihrer Lehrerin Saraswathi Jois am KPJAYI in Mysore/Gokulam/Indien. Seit 2010 widmen sie ihr Leben der Ashtanga Yoga-Tradition. Sie unterrichten die Tradition des Ashtanga Yoga so, wie sie es seit vielen Jahren von Saraswathi selbst gelehrt bekommen. Sie sind dankbar und demütig dem Geschenk des Ashtanga Yoga gegenüber, das ihr Leben in maximalem Umfang bereichert und verbessert. Die Weitergabe der Lehre ist für sie eine Berufung und Herzensangelegenheit zugleich. Sie empfinden Liebe, Dankbarkeit und höchsten Respekt gegenüber Saraswathi und allen Angehörigen der Jois Familie und gegenüber allen Kollegen, die diese wunderbare und kostbare Tradition mit der Welt teilen.

 

 

Christian Grahl Saraswathi Jois Stefanie Schiele-Grahl

 

Om sri gurubhyo namaha
Hari om