Selfpractice

Was bedeutet „Selfpractice“?

Mit dem Begriff „Selfpractice“ (eigenverantwortliche Praxis) ist in der Regel die eigenständige und unabhängige Hatha Yoga Praxis gemeint, die aus der wachsenden Kompetenz durch die Anleitung eines erfahren und qualifizierten Yogalehrenden im Mysore-Unterricht entsteht. Viele Menschen verbinden mit Yoga hauptsächlich das Nachahmen von „vorgemachten“ Körperstellungen und sind dadurch nicht in der Lage eine eigenständige, gesundheitsfördernde Yoga-Praxis aufzubauen. Jede Körperhaltung im Yoga ermöglicht eine neue individuelle, psychologische und physiologische Erfahrung. Durch die Synchronisierung des Atems mit der Bewegung und die tiefe, daraus resultierende Wahrnehmung des jeweiligen Augenblicks, entsteht nachhaltige Entspannungs-, Bewegungs- und Selbstfürsorgekompetenz. Das erfordert allerdings Geduld und Ausdauer und kann nur durch das eigenständige Üben unter Anleitung und Korrektur eines Yogalehrenden erlernt werden.

„Selfpractice“ bedeutet außerhalb der Yogaschule: Das unabdingbare, regelmäßige und eigenständige Üben der bereits gelernten Inhalte aus dem Unterricht daheim ohne Yogalehrer. Wir sprechen mit dir im Einzelnen durch, was du daheim üben kannst.

„Selfpractice“ bedeutet innerhalb der Yogaschule: Das eigenständige Üben bereits erlernter Inhalte unter „Gleichgesinnten“, in speziell ausgerichteten und gestalteten Räumen, in einer Atmosphäre die kognitiv NUR mit Yoga belegt ist und deine Praxis, die tiefe Konzentration und die daraus resultierende Entspannung maximal begünstigt. Die „Selfpractice“ in der Yogaschule findet in der Regel eigenverantwortlich ohne Yogalehrer statt.


Ein paar Tipps und „Spielregeln“ für die „Selfpractice“ daheim:

Der Kauf einer geeigneten Yogamatte…
Alles beginnt damit, dass du dir eine eigene Yogamatte zulegst. Sie sollte griffig, schadstoff-frei und ökologisch vertretbar sein. Wir empfehlen eine Yogamatte aus Naturkautschuk und haben auch eine absolute Profi-Lieblingsmatte. Sie ist umweltschonend, recycelbar, rutschfest und in Deutschland produziert. Diese kannst du entweder beim entsprechenden Händler selbst bestellen (sprich uns einfach an) oder eine bei uns erwerben. Wir geben gerne unseren 10% Yogalehrer-Rabatt an dich weiter. Bitte siehe vom Kauf einer „Plastikmatte“ vom Discounter oder Kaffeehändler ab!

Üben was man kennt und kann...
Übe zunächst nur die Inhalte, die du meinst, für dich „sicher“ verstanden zu haben und übe nur, was dir zuvor von der jeweiligen Yogalehrkraft ausreichend erklärt worden ist. Halte dich an die vorgegebene Reihenfolge (z.B. Einsteiger-Manual „Fundamentale āsana“) und „mixe“ nicht nach Lust und Laune, denn jedes Element in der Serie bereitet dich auf das nächste Element vor! Das eigenständige Üben sollte sich leicht und entspannt anfühlen. Übe Schritt für Schritt immer im Rhythmus deines Atems. Übe regelmäßig, aber in Maßen! Lieber drei Sonnengrüße pro Tag, anstatt einmal pro Woche "Vollgas";).

Richte dir eine „Yoga-Ecke“ ein...
Das kann ein Bereich sein, der nur so viel Platz bietet, wie deine Yogamatte hat. In dieser „Ecke“ solltest du NUR Yoga üben. So wird es dir mit der Zeit leichter fallen, Ablenkungen wie z.B. dem Telefon, Aufräumen, Sofa;), zu widerstehen und eine regelmäßige Yogapraxis aufzubauen. Etabliere diesen Bereich für dich und teile dies deiner Familie mit. Haustiere werden die „Yoga-Ecke“ lieben und sich dort gerne aufhalten:):):). Da Pflanzen und Tiere, im Gegensatz zum Menschen, eine „ausgleichende“ Energie besitzen, werden sie dich nicht stören, sondern vielmehr die Yoga Praxis unterstützen.

Nimm dich ernst...
Am Anfang ist es gar nicht so leicht einen regelmäßigen Termin mit sich selbst zu finden, doch hier beginnt direkt das Üben des Yoga. Nicht grübeln, hadern, verhandeln, sondern sich selbst in den Vorhaben einfach mal ernst nehmen, und etwas nur für sich zu machen.

Führe einen Kalender...
Oftmals denken wir über Yoga nach und haben im Nachhinein das Gefühl deshalb auch schon Yoga geübt zu haben, ohne tatsächlich „auf der Matte“ gewesen zu sein. Das liegt daran, dass unser Gehirn nicht unterscheidet zwischen Fiktion und Realität. Um Selbstbetrug und daraus resultierender Frustration vorzubeugen, mache dir einfach z.B. einen grünen Punkt in den Kalender, wenn du tatsächlich geübt hast. Das motiviert positiv und lässt dich realistisch deine Ziele erreichen.

 

„Spielregeln“ für die „Selfpractice“ in der Yogaschule:

1. Die „Selfpractice“ in der Yogaschule ist nur möglich für „Mitglieder“ mit einer bestehenden Abo-Mitgliedschaft.

2. Bitte buche dich wie gewohnt für die „Selfpractice“ ein. Die „Selfpractice“ wird dir NICHT berechnet.

3. Das Üben während der „Selfpractice“erfolgt absolut eigenverantwortlich. In der Zeit der „Selfpractice“ ist KEIN Yogalehrer in der Yogaschule! Die „Selfpractice“ ist KEIN Unterricht, du übst  eigenverantwortlich!

4. Berücksichtigte beim Üben ohne Yogalehrer die Tipps und „Spielregeln“ von oben.

5. Berücksichtige, wie sonst auch, die Shala-Etikette!

6. Siehe unbedingt davon ab, andere „zu korrigieren“ oder andere um Hilfe bei deiner Praxis zu bitten. Übe nur, was du auch eigenständig üben kannst. Wenn du dir unsicher bist, was du üben sollst oder du erkrankt bist, dann sieh von der „Selfpractice“ grundsätzlich ab.

7. Die Räume sind so zu verlassen, wie du sie vorgefunden hast! Da wir sonst die „Raumpflege“ tatsächlich selbst übernehmen, bist du in der Zeit für die „Raumpflege“ zuständig, wenn wir nicht in den Yogaschulen sind und diese kostenfrei und auf Vertrauensbasis dir zur Verfügung stellen. Wir stellen in dieser Zeit Reinigungsmittel und einen Reinigungsplan. Das gilt auch für Schäden, die du in der Yogaschule verursachst: Bitte ersetze kleinere Gegenstände sofort (z.B. kaputte Teegläser, Glühbirnen etc.). Größere Schäden müssen von deiner Haftpflichtversicherung übernommen werden. Bitte bedenke, dass die Yogaschulen unseren Lebensunterhalt darstellen und wir sie dir auf Vertrauensbasis zur Verfügung stellen.

Namasté.